Donnerstag, 3. Mai 2018

[ #ratgeber ] Kurzinterventionen bei Patienten mit risikoreichem Alkoholkonsum


Ein autodidaktischer Leitfaden für Ärzte und Fachleute in der Grundversorgung.

Dieser Leitfaden will im heiklen Bereich der Betreuung von Patienten mit Alkoholproblemen einen Beitrag leisten. Gerade der privilegierte Kontakt der Arzt-Patienten-Beziehung ermöglicht schon mit relativ einfachen Mitteln das Erkennen, Ansprechen und eventuell die Beratung von Patienten mit einem risikoreichen Alkoholkonsum.

Das Problem ist bekannt und auch neue Untersuchungen bestätigen, was
schon lange bekannt ist: eine auf zehn Personen konsumiert täglich Alkohol. Männer häufiger als Frauen, der Konsum steigt mit dem Alter (das Maximum liegt bei 74 Jahren).

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen hingegen trinken ausgiebig am Wochenende. Insgesamt gefährden sich 20–25 Prozent der Bevölkerung durch ihren Alkoholkonsum.

Rund 80 Prozent dieser übermässig Konsumierenden suchen mindestens einmal pro Jahr einen Arzt auf. Somit kann in der Arztpraxis eine hohe Anzahl Risikotrinker erreicht werden. Die Ärzte befinden sich in einer idealen Lage für die Prävention von Problemen im Zusammenhang mit dem
übermässigen Alkoholkonsum. Dennoch zeigt die Erfahrung, dass Ärzte diese an sich zu ihrer Aufgabe gehörende Rolle der Gesundheitsförderung und Prävention noch mehr wahrnehmen könnten. Häufig wird dies mit der fehlenden Ausbildung in Zusammenhang gebracht. Ein weiterer Punkt liegt aber auch daran, dass sich der behandelnde Arzt hilflos fühlt und der Meinung ist, nichts anbieten zu können.

Handelt es sich um einen chronischen Alkoholiker, so befürchtet er gar, die Beziehung zum Patienten zu gefährden, oder dass dieser den Arzt wechselt, wenn er ihm eine stationäre Behandlung in einer spezialisierten Suchtklinik anbietet. Von weiteren Ratschlägen, das Trinken besser in den Griff zu kriegen, halten meist beide Beteiligten nicht viel, umso weniger als der Arzt damit seine eigene Trinkgewohnheiten in Frage stellen müsste – dieser Leitfaden soll Abhilfe schaffen.

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GELEITWORT 4
EINLEITUNG 5
KRITISCHE WÜRDIGUNG DER LITERATUR
SEIT ERSCHEINEN DER ERSTEN AUFLAGE 8
VERWENDUNG DIESES LEITFADENS 10
ANSPRECHEN DES ALKOHOLKONSUMS UND KURZINTERVENTION 11
A. PRAKTISCHER TEIL: SCHRITTWEISES LERNEN DER KURZINTERVENTION 13
Schritt 1: Das Gespräch eröffnen 14
Schritt 2: Die Diagnose stellen 15
Schritt 3: Den Patienten informieren 17
Schritt 4: Die Motivation testen 18
Schritt 5: Den Patienten motivieren 19
Schritt 6: Die Ziele festlegen 20
Schritt 7: Beherrschen der Kurzintervention 21
B. ERKLÄRUNGSTEIL: KOMMENTIERTE SCHRITTE 22
Das Gespräch eröffnen 24
Die Diagnose stellen 25
Den Patienten informieren 27
Die Motivation testen 29
Den Patienten motivieren 30
Die medikamentöse Unterstützung 32
Die Ziele festlegen 34
Die Beherrschung der Kurzintervention 35
BIBLIOGRAFIE: DAS WISSEN VERTIEFEN 36
AUTOREN UND MITHERAUSGEBER 43

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